Der Podcast mit Tim Gerstenberger war anders als meine bisherigen Gespräche. Erstmals traf ich mich mit einer Person, die ich vorher nur flüchtig kannte. Beim Besuch der Gesamtkonferenz Hannover, einem Treffen aller Pastor(inne)n und Diakon(inne)n der drei Kirchenkreise bei der UESTRA im letzten Herbst saß er auf einem Podium und erzählte aus seiner hauptamtlichen Tätigkeit bei der Stadt Hannover im Bereich Verkehrsplanung und seiner Leidenschaft für das Fahrrad und den damit zusammenhängenden ehrenamtlichen Aktivitäten. Ich fand das so spannend, dass ich ihn hinterher per Mail anschrieb und ihn fragte, ob er Lust auf ein Podcastgespräch hat. Er sagte zu.

Wir trafen uns in meinem Büro und waren sofort schon in der „Aufwärmrunde“  tief in der Diskussion. Irgendwann meinte ich, dass wir jetzt doch mal mit der Aufnahme beginnen sollten, weil wir beide noch weitere Termine an dem Nachmittag hatten. Sehr schnell waren wir in aktuelle Entwicklungen vertieft. Es ging um Verkehrsplanung in Hannover, klar, und Tim Gerstenberger erzählte auch, wie er zu dem wurde, was er heute ist. Aber schnell ging es dann weiter: Welche Rolle spielen Gewohnheiten in der Mobilität und wie können sich Gewohnheiten ändern? Wie wirkt sich das stärkere Umweltbewusstsein im Zusammenspiel zwischen Stadtverwaltung und Bürger(inne)n aus? Wie können künftige Mobilitätsstrukturen in der Stadt gedacht und entwickelt werden, welche die soziale Frage mit im Blick hält?

Es wurde die längste meiner bisherigen Aufnahmen. Wir beide trennten uns voneinander inspiriert und hätten durchaus noch weiter diskutieren können. Ein anderes Mal, an anderem Ort, ohne Headset. Aber jetzt könnt Ihr, können Sie uns zuhören. Viel Spaß dabei!

Ein noch paar Links:

Im Gespräch kommen wir auf das Projekt „Urbane Logistik“ zu sprechen, dieses Projekt findet sich hier im Netz: https://www.hannover.de/Urbane-Logistik-Hannover

Tim Gerstenberger engagiert sich besonders in diesem Projekt: Lust auf Fahrrad

An einer Stelle verweise auf ein Bild mit Worten, die ich seinerzeit mit meiner Frau zusammen „erfunden“ habe, das in meinem Büro hängt:

Das Bild entstand bei der Vorbereitung einer Predigt, die ich 2016 bei meiner Einführung als Landessozialpfarrer gehalten habe: Fadenhochzeit und Spielfalt

Im Gespräch spielt mehrfach ein Gedanke von Uwe Schneidewind eine Rolle: Viele Menschen weben über lange Zeit an Mustern mit, die dann von irgendjemandem plötzlich, überraschend und unplanbar aktiviert werden. Ich habe diesen Gedanken aus einem Vortrag, den Schneidewind in Karlsruhe gehalten hat, und der auf Youtube nachzuhören ist: Prof. Dr. Uwe Schneidewind: Auf dem Weg zur Zukunftskunst