„Home-Office unter Corona ergibt ein verfälschtes Bild“, sagt Veronika Lévesque – denn in der aktuellen Situation während der Pandemie herrscht ein Ausnahmezustand, in dem viele nicht freiwillig ins Home-Office gegangen sind, auch wenn sich viele, manche, wie auch immer, darüber gefreut haben. Erst später werden wir beurteilen können, ob und unter welchen Bedingungen Mitarbeitende und Unternehmen Home-Office teilweise oder auch vollständig zum Dauerzustand werden lassen.

Das ist nur einer der spannenden Gedanken aus unserem Podcastgespräch, das ich – coronabedingt – wieder via Zoom geführt, habe, mit allen Vorteilen (Veronika saß in Basel vor dem PC, ich in Hannover) und Nachteilen (unerwartete Nebengeräusche wie schlagende Uhren oder überraschende Pieptöne).

Ich habe Veronika im Februar bei der Konferenz Agile Verwaltung in Ettlingen kennengelernt. Sie arbeitet als Organsiationsberaterin beim Institut für Arbeitsforschung und Organisationsberatung in Zürich und ich fand ihren Workshop in Ettlingen sehr anregend, weil ich ja nun auch viel mit Verwaltungen und ihren Mitarbeitenden zu tun habe. Als ich vor einigen Wochen nachdachte, mit wem ich mich gerade jetzt in der Corona-Zeit gerne mal auf einen Kaffee treffen möchte, da stolperte ich über Veronika, die gerade im Forum Agile Verwaltung einen Text gepostet hatte. Ich schrieb sie an und dann ging alles ganz schnell.

Es macht Spaß, mit Veronika zu sprechen, weil sie als permanente Grenzgängerin immer wieder präzise, überraschende, manchmal auch mich zunächst verwirrende Beobachtungen mitteilt. Ihr könnt es jetzt nachhören und vielleicht geht es euch ähnlich wie mir, dass die Gedanken von Veronika noch länger nachhallen.